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Teatro Lusotaque präsentiert


As Orações de Mansata


Streben nach Macht, Verrat und Totschlag: eine Macbeth-Adaption ins heutige Afrika



Das satirische Stück des guinea-bissauschen Schriftstellers Abdulai Sila behandelt den Missbrauch erlangter Macht und das unbändige Streben, diese zu erreichen. Korruption, Verrat und Gewalt prägen den politischen Alltag und sind die Triebkräfte der Protagonisten. Als Amambarka (der afrikanische Macbeth) die viel versprechende Prophezeiung dreier Seher zu Ohren kommt, beschließt er den derzeitigen Staatschef aus dem Weg zu räumen, um selbst die Macht zu erlangen. Die altbekannte, immer wiederkehrende Tragödie nimmt ihren Anfang und zieht eine Spirale von Verrat, Aufstieg und Niedergang nach sich.

Ein schon zu Shakespears Zeiten klassisches Thema und doch von erschreckender Aktualität in Guinea-Bissau. Erst vor wenigen Wochen, am 1. April, dieses Jahres fand ein Putschversuch in dem kleinen Land an der afrikanischen Westküste statt. 1974 erlangte Guinea-Bissau die Unabhängigkeit von Portugal. Insbesondere seit dem Bürgerkrieg von 1998-99 ist es von fortwährender politischer Instabilität gezeichnet. Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und ist gleichzeitig geprägt von einer außergewöhnlichen kulturellen und ethnischen Vielfalt.

Abdulai Sila, der in Dresden Elektrotechnik studierte, zählt zu den führenden Schriftstellern Guinea-Bissaus. „As Orações de Mansata“, zu Deutsch „Die Gebete der Mansata“, ist eines der wenigen postkolonialen Theaterstücke Afrikas (erschienen 2007) und zeigt die politische Realität und Lebenswelt im heutigen Westafrika, mit ihrer Grausamkeit und Brutalität, aber auch mit ihrer ganz eigenen Magie und Ausdruckskraft.



Am 16. und 17. Juli um 20 Uhr

im Horizon Theater (Thürmchenwall 25/ Ebertplatz) in Köln

Reservierungen: 0221/131604